JOHANN JAKOB WEBER (1803-1880), Leipziger Buchhändler und Verleger, Förderer des Holzstichverfahrens in Deutschland, Herausgeber des "Pfennigmagazins" und der "Illustrirten Zeitung". Bilder und Quellen: Bilder. Gutzkows Zeitgenossen.

 

Allgemeines

Die Bedeutung des Leipziger Verlegers Johann Jakob Weber als Buch- und Verlagshändler mit internationalen Geschäftskontakten wie auch als entscheidender Förderer auf dem Sektor der populären Massenpresse ist kaum zu überschätzen. Webers Engagement für die Einführung und massenhafte Verbreitung von illustrierten Presseartikeln und Verlagswerken auf dem deutschen Buchmarkt wie auch für die technische Weiterentwicklung der Illustrationsverfahren und nicht zuletzt für eine qualifizierte Ausbildung von Holzstechern ist bis heute in der Forschung bei weitem nicht erkannt worden.

Der Grundstein der bemerkenswerten Verlegerkarriere Johann Jakob Webers (1803-1880) wurde bereits in seinen Ausbildungsjahren gelegt. Den Buch- und Verlagshandel erlernte Weber in der Firma Emanuel Thurneisen in Basel, danach wechselte er zunächst nach Genf und schließlich nach Paris. Er sammelte in den renommiertesten Verlagshäusern des Auslands Erfahrungen, erweiterte seine Kenntnisse in der französischen Sprache und studierte intensiv das europäische Kultur- und Literaturleben wie auch den Literaturbetrieb anderer Länder. Neben der Erweiterung seines Erfahrungs- und Wissenshorizontes profitierte Weber vor allem in seinen Jahren als selbständiger Verleger von den vielfältigen Geschäftskontakten im europäischen Ausland. Als besonders hilfreich erwies sich sein enger Austausch mit Pariser Kollegen, die für Webers Schwerpunkt illustrierte Literatur wichtige Impulse lieferten und gerade auf dem Sektor des Illustrationswesens unverzichtbares Fachpersonal empfahlen und zudem einen regen Austausch und Handel mit Klischees aufrecht erhielten.

Nach seinen Auslandsaufenthalten wählte er 1832 Leipzig, das Zentrum des deutschen Buch- und Verlagshandels, als neue Wirkungsstätte. Zunächst war er als Geschäftsführer der Leipziger Niederlassung des Londoner Verlegers und Schriftstellers Charles Knight für den reibungslosen Vertrieb des Penny Magazine verantwortlich. Mit dem Wechsel zu Martin Bossange Père wurde er mit der Herausgabe des deutschen Pfennig-Magazins beauftragt. Bereits ein Jahr später, im August 1834, gründete Weber sein eigenes Geschäft, zunächst auf der Basis von diversen Verlagsartikeln, die ihm Martin Bossange überlassen hatte. Weber war ein aufmerksamer Beobachter des europäischen Buch- und Zeitschriftenmarktes, und sein von Anbeginn an großes Interesse an Illustrationstechniken bestärkte ihn, einen Verlagsschwerpunkt auf die Herstellung von illustrierten Werken zu legen. Zu einem seiner größten Verlagserfolge entwickelte sich das Buchprojekt Geschichte Friedrichs des Großen von Franz Kugler mit Illustrationen von Adolph Menzel.

Wie hoch J. J. Webers Verdienste für die Entwicklung des Illustrationswesens in Deutschland von den Zeitgenossen eingeschätzt wurden, zeigte die Würdigung seiner Leistungen in einem dem Verleger gewidmeten Artikel im Brockhausschen Conversations-Lexicon von 1868, in dem J. J. Weber attestiert wurde, an der "Belebung und Förderung der deutschen Holzschneidekunst wesentlich mitgewirkt zu haben" (hier zit. n. Düwert, S. 144).

Die kommerziellen Erfolge in England und Frankreich auf dem Sektor der Pfennigpresse ermutigten den Pariser Buchhändler und Verleger Martin Bossange Père (1766-1865), neben seinem bereits in Frankreich erscheinenden Magasin Pittoresque nun auch in Leipzig ein deutsches Pendant zu gründen (Link: Illustrierte Periodika), zumal Bossange in der Messestadt bereits eine Niederlassung unterhielt, die von J. J. Weber geleitet wurde. Bossanges Engagement auf dem Sektor des illustrierten Buches, ein Schwerpunkt seiner 1785 in Paris gegründeten Buchhandlung, förderte die Einführung von Holzstichillustrationen in die populäre periodische Presse in Deutschland erheblich. Doch folgt man dem Verleger Carl Berendt Lorck, einem langjährigen Teilhaber des Verlagshauses J. J. Weber und wichtigem Chronisten seiner Unternehmungen, regte der Geschäftsführer der Leipziger Niederlassung selbst die Herausgabe eines Pfennigmagazins in Deutschland an. Wie auch immer: Der noch junge Johann Jakob Weber nahm diese Herausforderung an und wird sich nur wenige Jahre später als selbständiger Verleger auf dem Sektor der illustrierten Presse und Bücher profilieren und entscheidende Impulse für die Qualitätssteigerung im Bereich des Holzstichverfahrens liefern, die nicht zuletzt dazu führten, dass Deutschland sich auf dem Gebiet des Illustrationswesens zunehmend von Fachkräften des europäischen Auslands unabhängig machen konnte. Doch die zielstrebige Kommerzialisierung der illustrierten Presse war selbstverständlich nicht nur das Ergebnis einer Verbesserung des Holzstichverfahrens, sondern fand vor dem Hintergrund einer tief greifenden Umstrukturierung des Buchmarkts in dieser Zeit statt.

Am 4. Mai 1833 erschien erstmals das "Pfennig-Magazin der Gesellschaft zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnisse" in Leipzig. Das wöchentlich erscheinende Magazin hatte einen Umfang von 16 Seiten und bot einen facettenreichen Inhalt, der von bildlichen Darstellungen bis zu einer bunten Mischung von Kurzgeschichten, Rätseln sowie Berichten aus Technik und Wissenschaft reichte. Allerdings hatte Weber mit ungleich rigideren Presseeinschränkungen und mit einer geringeren Kaufkraft der deutschen Käufer sowie einem eklatanten Mangel an kompetenten Mitarbeitern zu kämpfen. Unter der Überschrift "Was wir wollen" stellte Weber in der ersten Ausgabe Konzept und Programm seines Magazins vor, nämlich die "innige Verbindung des Holzschnittes mit der Druckpresse zu benutzen, um die Tagesgeschichte selbst mit bildlichen Erläuterungen zu begleiten und durch eine Verschmelzung von Bild und Wort eine Anschaulichkeit der Gegenwart hervorzurufen, von der zu hoffen ist, daß sie das Interesse an derselben erhöhen, das Verständnis erleichtern und die Rückerinnerung um vieles reicher und angenehmer machen wird" (Düwert, S. 148). Weber bemühte sich darum, das zunehmende Bedürfnis von nichtakademischen Lesern nach Bildungserwerb und Bildungserweiterung mittels visueller Darstellung professionell zu bedienen; Weber gelang es nicht, seinem Pfennigmagazin ein übergreifendes didaktisches Konzept zu geben, aber er bot seinen Lesern durch die Kombination von Belehrung und Unterhaltung und die Wahl interessanter Themen - z. B. illustrierte Berichte über Sehenswürdigkeiten, Erfindungen, exotische Pflanzen und Tiere - eine Erweiterung des Wissenshorizontes (Hannebutt-Benz, Sp. 695-698). Und der Verleger versäumte es nicht, in der Eröffnungsnummer seines Magazins explizit auf den neuartigen und für sein Presseunternehmen konstitutiven Programmpunkt, nämlich eine effektvolle Verbindung von Text und Bild, hinzuweisen. Das nachhaltige Visualisierungsbedürfnis veränderte im Laufe der Zeit die Sehgewohnheiten der Konsumenten, und Weber, der den Buchmarkt seiner Zeit sorgfältig beobachtete und dieses Moment frühzeitig erkannte, passte sich mit seinem "Pfennig-Magazin" diesem Trend nach einer zunehmenden populärwissenschaftlichen und bildgestützten Aufbereitung von Wissen an.

Für den Vertrieb des "Pfennig-Magazins" beschritt Weber neue Wege: Der Verlag arbeitete nicht nur mit Werbeprospekten und Werbeinseraten, einer großzügigen Freiexemplarregelung und lukrativen Staffelrabatten, sondern er beschäftigte darüber hinaus Werbekolonnen, die das "Pfennig-Magazin" gerade in den abgelegenen Provinzen und Regionen Deutschlands bekannt und zugänglich machten (Hannebutt-Benz, Sp. 699). Für sein gesamtes Verlagsprogramm warb Weber mit originellen Anzeigen mit Bebilderung, ein Novum im Anzeigenwesen, und forcierte durch gezielte Anfragen Rezensionen in deutschen Zeitschriften (Düwert, S. 167-170).

J. J. Weber leistete aber auch Beachtliches auf dem technischen Sektor der Illustrationsverfahren und trug mit seinem Engagement für die Xylographie maßgeblich zur Ausweitung und Qualitätssteigerung deutscher Illustrationen und nicht zuletzt zur Ausbildung eines neuen Berufsstandes auf dem Sektor der illustrierten Werke in Deutschland bei.

Um 1840 verfügte der deutsche Verlagsbetrieb über nur wenige kompetente Holzstecher, vor allem deshalb, weil bis zum Ende der 1830er Jahre in Deutschland hauptsächlich der grobe Holzschnitt Anwendung fand. Bereits seit 1839 warben Leipziger Verleger systematisch im Ausland ausgebildete Fachkräfte an, die sich aber so schnell eine Monopolstellung erwarben, dass die Verleger, um dem damit verbundenen Preisdruck zu entgehen, vermehrt dazu übergingen, deutsche Illustratoren im Ausland aus- und fortbilden zu lassen; ein Konzept, das schon innerhalb kurzer Zeit Erfolge zeitigte; denn die Leipziger Verleger waren bald von ausländischen Stechern weitgehend unabhängig. Auch Weber brauchte seit 1846 nicht mehr auf ausländisches Fachpersonal zurückgreifen; denn er hatte sich innerhalb von wenigen Jahren einen eigenen Mitarbeiterstamm aufgebaut, der hauptsächlich für die "Illustrirte Zeitung" arbeitete. Weber ging sogar so weit, ihm persönlich bekannte Holzstecher und Formschneider - u. a. Eduard Kretzschmar, der sich durch die engagierte Förderung durch Weber zu einem herausragenden Xylographen des 19. Jahrhunderts entwickelte - langfristig an seinen Verlag zu binden, indem er deren kostenaufwendige Ausbildung im Ausland finanzierte. Kretzschmar gründete mit Unterstützung Webers 1845 sein eigenes xyolographisches Institut in Leipzig, das sich in nur kurzer Zeit zu einem der ersten Großateliers Deutschlands entwickelte. Webers eigennütziges Handeln war offensichtlich; denn die technische Ausstattung Kretzschmars wurde von Weber finanziert und nach den Erfordernissen der "Illustrirten Zeitung" eingerichtet. Zudem war vereinbart worden, dass das Atelier nach Kretzschmars Tod, der bereits 1858 eintrat, in den Besitz des Verlagshauses Weber überging. So wird am Beispiel des innovativen und risikofreudigen Verlegers J. J. Weber nochmals besonders plastisch, dass illustrierte Verlagswerke im 19. Jahrhundert wie kein anderes künstlerisches Medium zunächst von technischen Voraussetzungen abhängig, aber auch unlösbar in kommerzielle Zusammenhänge wie auch Zwänge eingebunden waren (Düwert, S. 10, 149-157).

Gutzkow und Weber

Gutzkows Beziehung zu J.J. Weber war von Anbeginn an äußerst ambivalent. Eine wenig positive Einschätzung von Webers Aktivitäten im internationalen Verlagsgeschäft erschien 1839 im "Telegraph für Deutschland" im Zusammenhang mit Gutzkows harscher Abrechnung mit dem spekulativen Buchhandel, insbesondere dem Übersetzungswesen, an dem auch Weber maßgeblich beteiligt war. Gutzkows Kritik richtete sich insbesondere gegen Webers Engagement auf dem Sektor der illustrierten Literatur. Er zählte außerdem auch Weber zu den Buchhändlern, die vom Spekulationsteufel besessen, ihr eignes Kapital, das Lesebedürfniß der Masse und die Interessen der Literatur in den unnützesten Übersetzungen aus dem Französischen und Englischen verschwenden. Dem Verleger Weber wurde ein eigener Abschnitt gewidmet, um diesen neben anderen der allgemeinen literarischen Verachtung preiszugeben: Herr Weber war früher Geschäftsführer von Bossange und verpflanzte das Pfennigsmagazin auf Deutschen Boden. Es war dies eine Spekulation, die nur dem Unternehmer, aber weder der Deutschen Volksbildung noch der Literatur Gewinn gebracht hat. Noch wird es von F. A. Brockhaus fortgesetzt, ohne daß es andern Werth hätte, als Kindern eine Freude an den Bildern zu machen. Da das Blatt ganz für Österreich berechnet ist, so kann man sich denken, welche Rücksichten in den historischen Artikeln desselben genommen werden. Indessen ist der Nachtheil, den das Pfennigmagazin den Deutschen Journalen brachte, weit geringfügiger, als die spekulative Fieberhitze, die seit seiner Begründung die Deutschen Buchhändler ergriff. Jeder wollte etwas aufbringen, was in seiner Anlage nichts als Druck, Papier, einige Holzschnitte und dürftigen Übersetzerlohn kostete, aber Tausende von Abnehmern finden müßte. Herr Weber ist Einer von Denen, die förmlich aus dem modernen Buchhandel eine Wissenschaft machen wollen. Er giebt eine sehr überflüssige Zeitung für Buchhändler heraus, in welcher nichts als von Englischen Curiositäten, von Wetterkalendern, von Volksencyklopädieen u. s. w. erzählt wird, die Tausende eingebracht hätten. Herr Weber räth gleichsam jedem Buchhändler sein Geschäft in London zu lernen, und wenigstens daselbst einen Agenten zu haben, der ihm anzeigen müsse, was nun wieder an der Themse Furore mache. So hat denn Herr Weber, außer vielen Übersetzungen aus dem Französischen, auch den Pickwick-Unsinn des Boz aufgebracht und ringt nun mit G. Westermann in Braunschweig um die Wette, die gewiß sehr spärlichen Fettaugen von dieser Spekulation abzuschöpfen. Einem so gebildeten Manne, wie Herr Weber, stünde eine gründliche Einwirkung auf die Deutsche Literatur besser an, als sein ewiges Kopfzerbrechen, was sich noch alles aus England und Frankreich auf das Zahlbrett der Deutschen Buchhändlermesse bringen lasse. (DdtUebeWWW, S. 3, Zl. 33 - S. 4, Zl. 31)

Trotz seiner Vorbehalte entschied sich Gutzkow dennoch für J.J. Weber, als er Anfang der 1840er Jahre für seine Dramatischen Werke einen neuen Verlag suchte. Er favorisierte Weber wegen seiner herausragenden Erfahrungen im internationalen Verlagsgeschäft und wegen seines internationalen Kontaktnetzes; zudem erhoffte sich der Autor von dem wirtschaftlich potenten Verlagsunternehmen lukrative Honorare.

So entschied sich Gutzkow im Frühjahr 1841 zu einer ersten Kontaktaufnahme mit dem Verleger. Schon im ersten Brief räumte er seine früheren Bedenken gegenüber Webers Verlagspolitik ein: Ich habe mich zwar gegen eine frühere Richtung Ihrer Verlagsthätigkeit ausgesprochen, doch glaub’ ich nicht, daß Sie dieser seither auch durch lobende Erwähnung Ihrer Unternehmungen beseitigte Umstand verhindern wird, meinen Antrag in nähere Erwägung zu ziehen. Als Grund für den Verlagswechsel nannte er den Streit mit seinem Hamburger Verleger Campe: Es ist vielleicht in der Buchhändlerwelt nicht unbekannt, daß ich seit anderthalb Jahren durch H. Heine’s Intriguen mit meinem bisherigen Verleger (Campe) in gespannten Verhältnissen lebe. Das fort dauernde Verhältniß am Telegraphen u. meine neuerdings auf die Bühne gerichtete Thätigkeit lassen mich diese Spanung weniger lebhaft empfinden u. doch sehn’ ich mich nach Anknüpfung eines neuen Verhältnisses zu irgend einem soliden, meinem Wirken geneigten Buchhändler. Entweder, daß ich Veranlassung nehme, wieder einmal ein größeres politisches oder belletristisches Werk erscheinen zu lassen, oder daß ich sonst das Bedürfniß eines verlegenden Beistandes habe. Als erstes gemeinsames Verlagsprojekt schlug Gutzkow die Herausgabe der Dramatischen Werke vor, von deren guter Verkäuflichkeit der Autor offenbar überzeugt war: Die Samlung meiner Dramen, die ich geschrieben habe u noch schreiben werde, ist jedenfalls ein Verlagsartikel, der ein mehr als gewöhnliches Interesse erregen wird (Gutzkow an Weber, 20. März 1841).

Für die Herausgabe seiner Dramen äußerte Gutzkow bereits konkrete Vorstellungen. Offenbar reagierte Weber zunächst sehr zurückhaltend auf Gutzkows Offerten, denn vier Wochen später suchte dieser ein weiteres Mal, Weber vom Absatzpotential seiner Dramen zu überzeugen: Ew. Wohlgeboren theilen, wie ich sehe, und nicht ohne Grund die Vorurtheile der Buchhandler gegen dramatischen Verlag. Indessen finden hier Ausnahmen statt. Ich will nicht an die glänzenden Geschäfte erinnern, die mit Kotzebue, Müllner und Grillparzer gemacht wurden, aber selbst Sachen von minderem Werth finden ihre Käufer. Die Sitte der dramatischen Leseabende, die jetzt so beliebt ist, zwingt die Leihbibliotheken von beliebten Stücken mehr als ein Exemplar anzuschaffen. Selbst der von der Kritik so desavourirte u als Lektüre kaum vorhandene Raupach würde Campen ein sehr lieber Verlagsartikel sein, wenn sich nicht dieser Mann einer heillosen Vielschreiberei ergeben hätte und durch seine 8 Bände Hohenstaufen unlesbar geworden wäre. Und doch gehören, besonders die Lustspiele Raupachs zu Campes besten Artikeln. Genug, ich glaube, dass meine dramatischen Schriften, wenn ich fortfahre, mich auf dem Repertoir zu erhalten, wenn ich meine Absicht, auf die deutsche Bühne mit Entschiedenheit einzuwirken, erreicht, ein guter Artikel sind. Vorläufig ist hier mehr an die Zukunft zu denken. Ich darf nicht zuviel produziren, nicht, weil es mir schwer würde, sondern um den Bühnen Zeit zu lassen, sich an mich zu gewöhnen. Sie machen hier kein Geschäft von momentanem Interesse, sonder, wenn mir Gesundheit u Leben bleibt, ein Geschäft, das sich vielleicht erst in 10 Jahren in seiner eigentlichen Bedeutung herausstellt (Gutzkow an Weber, 7. April 1841). Noch im selben Schreiben formulierte Gutzkow einen ersten Vertragsentwurf, in dem er seinen Arbeits- und Zeitplan wie auch seine Honorarforderungen konkretisierte: Ich gebe Ihnen den Verlag meiner fertigen und noch kommenden Dramen, Trauer- Schau- u Lustspiele. Die Sammlung soll heißen Dramatische Werke von K. Gutzkow. Eine jährlich bestimmt zu liefernde Anzahl ist nicht vorgeschrieben, sondern Sie verpflichten sich, unter den vertragsmäßigen Bedingungen alle die Stücke zu drucken, die nach ihrer Benutzung auf den Bühnen von mir für reif erklärt werden, nun zum grössern Publikum zu gelangen. Ziehen Sie nun vor, immer 2 grössere Dramen in einem Band erscheinen zu lassen oder jedes allein? Da meine Stücke immer bühnengerecht sind, so fallen sie nicht zu lang aus. Jedes möchte selbst bei einem weitläufigen Druck nie mehr als 10 Bogen - 160 Seiten geben. Pro Exemplar könnten Sie hier etwas 18 Groschen fordern. Es hat sein Gutes und auch nicht. Zwei Stücke geben einen artigen Band von 18-20 Bogen, der schon weil er 1 rx 12 oder 16 gr. kosten würde, allerdings weniger gekauft würde, als jedes Stück einzeln. Geben Sie die 2 Stücke in einem Bande, so wünsch’ ich per Band auf 50 Friedrichsdors Honorar rechnen zu dürfen. Geben Sie jedes Stück allein, so rechn’ ich für jedes auf 30 Friedrichsdors. Da auch 4aktige u 3aktige, ja 1 aktige Stücke vorfallen können, so werden obige Ansätze auf diese nach Verhältniss reduziert, nur mit dem Unterschied, dass 4 aktige Stücke den 5 aktigen gleichstehen, weil diese gewöhnlich doch so umfangreich sind, dass sie den ganzen Abend einer Vorstellung füllen müssen, also auch im Druck soviel geben. Auflage: 1000 Exemplare. Zweite Auflage, | nicht über 1000 Exemplare | die Hälfte des Honorars für die erste Auflage. Dritte Auflage | nicht über 1000 Exemplare das Honorar der ersten Auflage. Vierte Auflage. Das Honorar der zweiten Auflage. Fünfte Auflage. Das " " der ersten Auflage u.s.f. Da ich daran denken muß, einmal meine gesammelten Werke herausgeben zu können, so pfleg’ ich mir bei meinen Schriften vorzubehalten, dass ich sie nach 10 Jahren ihres ersten Erscheinens zwar nicht allein erscheinen lassen darf, wohl aber in jene Hauptsammlung aufnehmen. Doch bin ich nicht eitel genug, mir eine solche Operation früher, als vielleicht nach 20, 30 Jahren zu denken. Indessen um des Grundsatzes willen müsst’ es doch vermerkt werden. Erscheinen liess’ ich nun zuvörderst Ende des Jahres: Savage und Werner. Da jeder bereits in dem übrigens schrecklich theuern Franck’ schen Taschenbuch ? 1841 5 ter Jahrgang 3 rx 16 Gr.!! ? steht, so verlang’ ich hier ausnahmsweise weniger und zwar, wenn beide als 1 Band erscheinen: 40 Friedrichsd. Und wenn einzeln für Werner 30 Fr. u für Savage nur 15. Der Absatz wäre derselben, denn da Werner Bdchen 2 ist u die Chance eines sehr großen Interesse / für sich hat, so zieht er der Vollständigkeit wegen Bändchen 1. mit sich, was ohnehin der Fall ist, wenn wir vorziehn, immer zwei Stücke auf Einmal in einem hübschen Bande erscheinen zu lassen. Die Zahlung des Honorars findet bei Ablieferung der Manuskripte statt. Versandt wird die erste Lieferung am 1. Januar 1842. Früher aus Gründen nicht, die hier zu weitläufig sind. Das Manuscrpt von Lieferung 1. kann und möchte ich Ihnen schon jetzt liefern u zwar aus dem Grunde, weil ich gern am 1. July dieses Jahres auf eine Summe von etwa 25 Friedrichsdors rechnen möchte. Ich habe mich den Winter über sehr angestrengt, möchte mich gern durch Reisen erholen u bedarf jener Summe, um mein Budget abzurunden. Können Sie mir, wenn ich Ihnen bis zum 1. Juli das Manuscrpt von Werner u Savage einhändige, vorläufig darauf am 1. oder 15. Juli 25 Friedrichsdors geben? Mit dem Rest hat es dann Zeit bis Neujahr, wo die erste Lieferung erscheint (Gutzkow an Weber, 7. April 1841). Gutzkow, der auf einen schnellen Verlagsabschluss drängte, kündigte dem Leipziger Verleger seinen Besuch in Leipzig an, nicht zuletzt deshalb, um seinen ihm stets vorauseilenden Ruf, ein ausgesprochen schwieriger Autor zu sein, abzumildern: Ich wünsche in der That, dass wir uns persönlich kennen lernen und wenn wir uns verständigen, komm ich auch, um Sie zu besuchen, nach Leipzig. Ich bin verträglicher, als man mir nachsagt u ich kann wohl aussprechen, ich sehne mich nach einem Verleger, der mir die schriftstellerische Thätigkeit zur Freude macht. Campe verstand es nicht. Er ist ein ganz reeller Mann, aber wer je mit ihm intimer war, weiß, was man mit ihm auszustehen hat. Ich reise nächsten Donnerstag über 8 Tage ab nach Berlin, erwarte hier in Hamburg noch von Ihnen einen Brief, bleibe einige Wochen in Berlin, wo mein Drama "Patkul" aufgeführt wird, und besuche Sie dann anfangs oder Mitte May in Leipzig. Vielleicht, dass ich durch Sie wieder Freude am literarischen Wirken gewinne (Gutzkow an Weber, 7. April 1841). Ende Mai 1841 hatte man sich über die Vertragskonditionen verständigt: An Einwendungen von meiner Seite möchte es wohl nicht fehlen, aber, ein Feind aller geschäftlichen Weitläufigkeiten, zieh’ ich vor, es nun so beim Entworfenen zu lassen und unser Geschäft mit allen Paragraphen u Clausuln zu beginnen. Hoffentlich sehen wir uns nur immer die an, die zu beiderseitigem Vergnügen sind (Gutzkow an Weber, 25. Mai 1841).

Wenige Wochen später lag mit dem Stück Werner der erste Band vor. Produktions- und Erscheinungsrhythmus der einzelnen Dramen orientierten sich aus absatzstrategischen Gründen an den jeweiligen Aufführungsterminen seiner Stücke. Gutzkow war daran gelegen, dass Werner nicht vor dessen Aufführung Anfang des Jahres 1842 auf den Markt kommen dürfe: Ich werde demnach in nächster Woche das Druckmaterial, ohne eine später nachzuliefernde Vorrede, absenden, bemerke jedoch nochmals, dss vor Neujahr dieser erste Band nicht erscheinen darf. Bis dahin wird Werner | der im 1 sten Band enthalten ist | in Berlin aufgeführt und dürfte sich dadurch das Interesse bedeutend steigern (Gutzkow an Weber, 7. August 1841). Zudem war der Autor über die ausführlichen Inhaltsangaben verstimmt, mit denen Weber für das neue Drama in der Presse warb: Sehr dringend muß ich Sie aber bitten, daß Sie bei Ihren Verlagsanzeigen noch nicht den Inhalt des 1 Bandes spezifiziren, in der Leipz. Allg. Zeitung seh’ ich, dass Sie dies thun, wodurch ich viel Geld verliere. Die Bühnen, welche Werner noch nicht gaben, warten jetzt auf das Buch, glauben, daß dies ehester Tage die Presse verläßt und umgehen so die Bestellung bei mir. Wenn Sie diese Anzeige fortsetzen, bitt’ ich Sie dringend, daß Sie entweder schreiben, zu Neujahr erscheint oder nur kurz sagen: Erster Band, ohne den Inhalt anzugeben. Ich erwarte, daß Sie mir diese Gefälligkeit erweisen und überall, wo es noch möglich ist, in Ihren Annoncen die gefährlichen paar Worte wegstreichen (Gutzkow an Weber, 22. August 1841). Mitte Dezember begann Weber mit dem Druck des ersten Bandes; die Einhaltung des Zeitplans wurde vom Autor aufmerksam verfolgt: Der Druck des 1 Bandes muß denn nun, denk’ ich, wohl beginnen. Schreiben Sie mir doch ungehend, wie weit Sie damit sind, damit 1/ die Vorrede 2/ einige kleine Aenderungen im Werner nachfolgen können. Unsrer Verabredung gemäß erscheint der erste Band zu Neujahr. Der Moment ist sehr günstig u ich zweifle nicht, daß wir mit unserm Debüt gute Geschäfte machen (Gutzkow an Weber, 10. Dezember 1841).

Gutzkow erlebte die Zusammenarbeit mit Weber - trotz seiner anfänglichen Ablehnung - offenbar als konstruktiv, denn er schlug jetzt auch den Druck seiner Vermischten Schriften vor und stellte weitere Buchprojekte in Aussicht. Vor dem Hintergrund des Verbots der Verlagsproduktion Campes bekannte er sich ein weiteres Mal nachdrücklich zu seinem neuen Verleger, allerdings auch aus Sorge, seine Verbindung zu Campe könne sich für ihn nunmehr nachteilig auswirken: Das Verbot des Campe’schen Verlags bedroht den Telegraphen. Ich habe Ursache, mich an Campes Umtrieben nicht betheiligt darzustellen. Daher ließ ich, um zu zeigen, mit wem ich jetzt in Verbindung stehe, in den hiesigen Nachrichten auf meine Kosten die unten stehende Annonce abdrucken (Gutzkow an Weber, 10. Januar 1842). Sein öffentliches Bekenntnis wurde sogleich um eine kritische Bemerkung zu Webers umfangreicher Verlagstätigkeit ergänzt; so monierte der Autor die hohe Auslastung seines Verlegers, denn: Wenn Sie nur von Ihren großen Unternehmungen frei würden, dss ich auf rechte Verlagslust und bedeutendere Summen rechnen könnte! Denn ohne diese kann mein Produktionstrieb nicht geweckt werden (Gutzkow an Weber, 10. Januar 1842).

Bereits kurz nach Vertragsabschluss bot Gutzkow also J. J. Weber auch die Herausgabe seiner Vermischten Schriften an. Schon in seinem ersten Brief hatte Gutzkow die Idee geäußert, eine Sammlung meiner hie u da zerstreuten größern Aufsätze unterhaltenden u anregenden Inhalts herauszugeben. Er schlug zunächst zwei Bände mit dem Titel Mosaik vor, einen Band mit Unterhaltungsstoff und einen weiteren Band zur Zeitgeschichte: Für Samlungen dieser Art ist zwar auch kein großes, aber doch sichres Publikum zurechnen. Da mit Ausnahme meines Leben Börnes lange nichts von mir erschienen ist, so können Sie auf eine lebhaftere Theilnahme rechnen. Allerdings weiß ich, daß ungedruckte Arbeiten einen größern Erfolg haben. Diese sollen später nicht ausbleiben. Bei einer Auflage von 1000 bis 1250 Exemplaren setz’ ich für gedruckte Sachen 1 ½ Friedr. Für neue ungedruckte 3 Friedr. an. Es ist das Honorar, das ich für gewöhnlich von Campe empfange. Für die beiden Bände Mosaik (40 Bogen) ford’ ich 60 Friedrichsdors. Ich liefre Ihnen das Material dazu gleich nach der Ostermesse. Auch über mein Theater würd’ ich dann mit Ihnen contrahiren (Gutzkow an Weber, 20. März 1841). Doch Weber äußerte sich zu diesem Vorschlag nicht, und im August 1841 bedrängte Gutzkow seinen Verleger erneut: Möchten Sie’s denn nicht mit 2 Bänden gesammelter Aufsätze, die alle theils unterhaltend, theils zeitgemäß sind, versuchen? Ich habe keine Lust u keine Zeit, an andere Buchhändler zu schreiben und wäre mit 50 Friedrichsdors für 2 starke Bände gern zufrieden. Sie würden damit kein glänzendes, aber ein gutes Geschäft machen. Ein Minimum von 500 Abnehmern wäre doch wohl gewiß u da solange von mir nichts erschien u die Bibliotheken alle meine Sachen haben müssen, so sollen Sie nicht zögern. Mir ist nur das Herumschreiben zu mühselig, sonst wollt’ ich die Sachen bald placirt haben (Gutzkow an Weber, 7. August 1841).

Weber schien nun geneigt, die Sammlung herauszubringen, stellte allerdings eine Bedingung, die Gutzkow schließlich zu akzeptieren bereit war: Nun zu der besprochenen Sammlung. Sie wollen sie drucken, wenn es mit dem Honorar Zeit hat bis Ostern. Gut. Ich habe damit keine so große Eile. Zahlen Sie mir die 50 Frdr. Nach Ihrer Bequemlichkeit u lassen Sie das Buch selbst erscheinen, wenn Sie wünschen. Bis Neujahr hoff’ ich die Sammlung passend zusammengestellt zu haben. Allerdings ist es wünschenswerth dass ein Titel gewählt werde, der eine Fortsetzung möglich macht. Ja, ich kann einmal einen Band neu u Original, der Käufer finden muß, in dieser Reihe geben, so daß man gezwungen ist, der Vollständigkeit wegen auch die früheren u folgenden zu nehmen. Vermischte Schriften wäre immer noch das Einfachste und Beste. Ich liefre im ersten Bande reinen Unterhaltungsstoff: Reisebilder - kleine Novellen - Genreskizzen usw. Im 2 ten Bande Tendenzartikel, die Zeitfragen erörtern: Ueber die Entsetzung des Erzbischofs von Köln und die Hermes’sche Lehre - Streifzüge in der Kölner Sache - Ueber Leo und Görres - An den Fürsten zu Solms Lich - Ueber Leo u die Hegelingen u.s.w. u.s.w. Dann biographische Andeutungen z.B. über die 7 Gött. Professoren. Dann Kritiken über die bedeutendsten Bücher von 1838 bis 41. Zuletzt Miscellen zur neuesten Kunst- und Theatergeschichte. Sie sehen, die Sammlung würde äußerst reichhaltig werden; denn sie soll in der That das Beste meiner journalistischen Wirksamkeit seit 4 Jahren enthalten. Sagt Ihnen diese Entreprise zu, so lassen Sie uns darüber zum Abschluß kommen, damit wir vielleicht auch noch für diesen Artikel uns Hand in Hand im Meßkataloge sehen können (Gutzkow an Weber, 22. August 1841). Doch kaum war die Vereinbarung getroffen, verhandelte Gutzkow wegen des Honorars nach: Um nun auf die "Vermischten Schriften" zu kommen, so hab’ ich im Augenblick Ihr letztes Schreiben nicht zur Hand. Ich entsinne mich, daß Sie mir bei einer Auflage von 500 Exemplaren 30 Friedrichsdors boten. Erwäg’ ich, dss die beiden Bände einen in der That sehr anziehenden Inhalt haben, dss mein Name wieder so im Gespräch ist, dss alles, was von mir kommt, einer nachhaltigen Aufmerksamkeit sich erfreuen dürfte, so kann ich unmöglich für eine so geringe Summe, Ihnen soviel Stoff geben. Der Druck von 500 Ex. ist nicht thunlich. Sie brauchen zur nothdürftigsten Versendung diese ganze Auflage und behalten nichts für Nachbestellungen. Zahlen Sie mir zur Ostermesse 40 Friedrichsd. Drucken Sie 750 Exemplare, u ich begebe mich dann gleich an die Zusammenstellung, so dss Sie beide Bändchen können zu Ostern erscheinen lassen. Die Summe von 40 Friedr. ist so außerordentlich gering, dss ich sicher weiß, wenn ich mir nur die Mühe der Anfrage nähme, ich käme ganz gewiß für 2 Bände zu noch mehr. Es ist solange nichts von mir erschienen, dss das Nächste, was ich auch bringen mag, gute Chancen für sich hat. Lassen Sie uns Hand in Hand gehen. Ich dränge ja nicht mit dem Gelde, es ist mir nur darum zu thun, einen Verleger zu haben, auf den ich mich verlassen kann. Frankch in Stuttgart eröffnet wieder nächstens sein Geschäft, u hat mir Anerbietungen gemacht, die mir in ihm einen Verleger für Alles, was ich produzire u ediren will, verschaffen würden. Seien Sie überzeugt, dss ich nie etwas herausgebe, von dem ich nicht überzeugt wäre, dss es mit meiner Ehre im Einklang steht. Die Ehre eines bekannten Schriftstellers ist aber auch immer der Vortheil seines Verlegers. Bevestigen Sie das Band, das uns verknüpft; ich bin überzeugt, daß Sie es nicht bereuen (Gutzkow an Weber, 10. Dezember 1841). Mitte Januar lag das Manuskript für die ersten beiden Bände vor, und Gutzkow äußert sich zuversichtlich über den Absatz; er kündigte an, einen dritten Band folgen zu lassen: Ew. Wohlgeboren erhalten beifolgend das Manuskript der vermischten Schriften Band 1. u 2. Jedem Bande hab’ ich noch einen besondern Titel gegeben. Ich bin überzeugt, dss sich auch diese Unternehmung machen wird u wir bald können einen dritten Band folgen lassen. Sehen Sie zu, dss in dem Manuskript keine Unordnung angerichtet wird, sondern die Blätter nach meiner Paginirung hübsch zusammenbleiben. Am zweckmäßigsten wählen Sie ein Klein 8°, u richten den Satz so ein, dss jedes Bändchen auf circa 16-18 Bogen kommt. Material dazu ist gut u gern da (Gutzkow an Weber, 10. Januar 1842). Im Sommer desselben Jahres hatte Gutzkow das Manuskript für den dritten Band fertig und glaubte mit dem Unterhaltungsangebot den Geschmack gerade auch von Lesegesellschaften zu treffen, die wichtige Abnehmer und Vermittlungsinstanz für neue Literatur waren: Ein dritter Band der Verm. Schriften: Mosaik. Novellen u Skizzen liegt so gut wie druckfertig. Er wird 15-16 Bogen stark u enthält nur Unterhaltungsstoff. Deshalb wird er für jede Lesegesellschaft Bedürfnis und muß als Keil u Nachhülfe des Absatzes der beiden ersten dienen. Diese liess’ ich Ihnen beispiellos billig. Für den 3 ten Band beanspruch’ ich verhältnismäßig etwas mehr, aber darum nicht minder billig 30 Stück Friedrichsd’ors, zahlbar nach beendigtem Druck (Gutzkow an Weber, 2. Juli 1842).

Die ersten drei Bände der Vermischten Schriften versammelten Beiträge Gutzkows über das Buch- und Pressewesen, die zwischen 1838 und 1842 im "Telegraph für Deutschland" erschienen waren. Aus Rücksichtnahme auf seinen neuen Verleger wurde allerdings die Polemik gegen Weber aus dem Jahr 1839 nicht in den zweiten Band der Vermischten Schriften, die Sammlung Vermittelungen. Kritiken und Charakteristiken (1842) aufgenommen. Um den Verkauf der Vermischten Schriften zu stimulieren, waren alle Bände auch in Einzelausgaben erhältlich.

Der offenbar zufriedenstellende Absatz der Vermischten Schriften bewog Autor und Verleger, über weitere gemeinsame Buchprojekte nachzudenken. Gutzkow betonte, dass er auch nach einer Aussöhnung mit Campe keinesfalls zu diesem zurückkehren wolle: Ich wünsche nichts sehnlicher, als dass unser Verhältniss fortdauert. Campe hat sich nach dem Brande zwar | schriftlich | mit mir ausgesöhnt, aber ich bleibe gern bei Ihnen u würde Ihnen auch meine bei Brockhaus erscheinenden "Briefe aus Paris" angeboten haben, wenn ich nicht hätte fürchten müssen, Sie für den Augenblick zu sehr in Anspruch zu nehmen (Gutzkow an Weber, 2. Juli 1842). Zudem äußerte Gutzkow grundsätzliches Interesse daran, einen großen Roman zu schreiben, inspiriert vom immensen Erfolg von Eugene Sues "Mystères de Paris": Zu einem umfangreichen Beitrag für die Novellen-Zeitung kann früher oder später Rath werden. Auf der Reise haben mich die Mystères de Paris, die ich erst jetzt gelesen habe, sehr angeregt. Könnte man sich, verhältnismäßig, eine so große Entschädigung der Mühe träumen, wie Sie sie gefunden, gieng’ ich auch einmal ins Feuer u schriebe etwas wie Deutsche Mysterien. Vorläufig hindert freilich in Ihrem Organ der ewige Jude jede größre Entfaltung der übrigen Mitarbeiter (Gutzkow an Weber, 4. September 1844). Die "Novellen-Zeitung. Eine Wochenchronik für Literatur, Wissenschaften und Gesellschaft" erschien von 1844 bis 1851 zunächst bei Weber und ging dann in den Besitz des Leipziger Verlegers Spamer über. Gutzkow erkannte das enorme Absatzpotential von Literatur über Fortsetzungsromane im Zeitungsfeuilleton; zwar übte er scharfe Kritik an der massenhaften Verbreitung von französischen Werken in Deutschland, doch das von französischen Zeitungsverlegern erstmals mit großem Erfolg erprobte Absatzkonzept beeindruckte ihn. Der Verlagserfolg der "Mystères de Paris" sollte Gutzkow wenige Jahre später zu seinem Roman Die Ritter vom Geiste inspirieren, der 1850/51 bei F.A. Brockhaus erschien.

Doch zunächst war es für Gutzkow von größerer Bedeutung, dass Weber eine Neuauflage seines Romans Seraphine vorbereitet; denn von der buchgestalterischen Aufmachung des Bandes, der vormals bei Campe erschienen war, hielt der anspruchsvolle Autor nur wenig: Campe hat eines meiner besten Werke, den Roman Seraphine so miserabel vor 6 Jahren (zu einer Zeit, wo ich verfolgt u discreditirt war, während ich jetzt, ohne Eitelkeit zu sagen, anfangs populär zu werden) auf Löschpapier drucken lassen u thut so wenig für seine Artikel, dss ich mit dem Plan umgehe, dieses mir theure Buch in einer neuen Ausgabe bei einem andern Verleger in höchst eleganter Gestalt erscheinen zu lassen. Gutzkow war die Neuauflage offenbar sehr wichtig; denn er bot Weber sogar an, in diesem Fall auf einen Teil seines Honorars zu verzichten: Ich verlange für den ersten Absatz von 500 Exemplaren kein Honorar. Ich will nur, dss mehr für mich geschieht. Fragen Sie doch gef. Herrn Dr. Schellwitz, ob Campe mir dafür mehr anthun kann, als dss er seine elende Ausgabe des (innerlich so zarten) Buches im Preise herabsetzt? Contrakte hab’ ich mit ihm gar nicht. Diese Seraphine in eleganter Ausstattung auf feinem Papier, zu einem Preise von 16 - 20 Groschen könnte ein Lieblingsbuch der Lesewelt werden u manche Auflage erleben, wenn sie nicht bei diesem elenden Menschen diesem Campe auf grauem Packpapier vermoderte. Ich will für eine Auflage von 500 Exemplaren kein Honorar. Schreiben Sie mir gef. was sie davon halten! (Gutzkow an Weber, 4. September 1844).

Noch im März 1845 - nur wenige Wochen vor seiner Trennung von J. J. Weber - verhandelte Gutzkow ausführlich über den Verlag seiner Dramatischen Werke. Anlass war die Nachricht des Verlegers, dass innerhalb von nur drei Jahren der erste Band des dramatischen Werks vergriffen sei. Der Autor war über diese Nachricht sichtlich erfreut: War die Auflage auch nur klein, so war der Preis von 1 rx 16 gr. Doch nicht unansehnlich u ein Buch nach dem ersten Anlauf des Absatzes, der selten mehr als 400 Exemplare verkauft, noch bis zum Absatze von 600 Ex. Mehr zu bringen, das ist nicht allzu gewöhnlich in unserer heutigen schönen Literatur (Gutzkow an Weber am 17. März 1845). Gutzkow unterbreitete Weber zwei Möglichkeiten für die Vorbereitung einer zweiten Auflage: Für die 2te Auflage sind nun mancherlei Möglichkeiten. Entweder wir bleiben bei der alten Form, bei altem Preise u.s.w. Dann gäb’ ich eine kleine Vorrede noch dazu u die Bestimmungen von § 9 unsres Contraktes träten ein. Das Andere wäre: Anschluss an meine bei Rütten hier erscheinenden gesammelten Werke in 12 Bänden. Binnen 14 Tagen sind die beiden ersten Bände im Buchhandel. Ich lege Ihnen Druckbogen bei. Die mit Petitschrift enthält die poetischen Beiträge. Von diesem engen Drucke könnten wir aber keinen Band bilden. Nähmen Sie dagegen den andren Druck so würde theils die Breite des Formats, theils der allerdings auch hier engere Druck doch immer noch keinen stattlichen Band bilden. Ich müsste dann etwas dazu geben, entweder aus Band 2. den ganzen Patkul oder sonstige Ergänzungen, von denen sich nur früge, wie stark sie sein müssten (Gutzkow an Weber, 17. März 1845). Gutzkow selbst favorisierte offenbar die zweite Variante: In der grossen Ausgabe hat jeder Band circa 22 Bogen u kostet 21 Groschen. Sie würden von diesen Ergänzungen | wir nehmen 2 Titel | nicht nöthig haben, mehr als 2000 Exemplare zu drucken. Dies ist die höchste Zahl. Rütten druckt zwar etwas mehr, hat aber auch ein viel schwierigeres Geschäft als Sie mit den Dramen, deren Geltung gewissermassen schon festgestellt ist. Rütten muss alles aufbieten auf einen bedeutenden Absatz | von mindestens 1200 Ex. | zu kommen. Ich glaube die Dramen geniessen dabei ohne alle Anstrengung den Vortheil, ins Schlepptau dieser Operationen genommen zu werden. Sie nehmen gleiches Papier, Format, Preis u brauchen keine so starke Versendung, ja, Sie können sogar versuchen, durch Circulär, wenn Rüttens Ausgabe schon wirkt, ruhig u bequemn bei den Buchhändlern anzufragen, ob Sie die Ergänzungen haben wollen. [...] Sie gewinnen dabei, ohne zu spekuliren. Bedenklich ist’s immer, auf 21 Gr. Herunterzugehen, bei einem Artikel, der ja ohnedem geht u bei meiner Thätigkeit immer noch gut gehen wird. Behalten wir uns z.B. eine wohlfeile Ausgabe für die Zukunft offen und accommodiren wir an die Rütten’sche Spekulation nur das Aeussre, ausgenommen den Preis (Gutzkow an Weber, 17. März 1845).

Der Frankfurter Verleger Joseph Rütten hatte mit Gutzkow bereits zu Beginn des Jahres 1845 einen Vertrag über die Herausgabe der Gesammelten Werke in zwölf Bänden unterzeichnet. Dabei handelte es sich um einen Generalvertrag, allerdings blieben die Dramatischen Werke explizit ausgeschlossen. Rütten zahlte Gutzkow für die zwischen 1845 und 1846 erscheinende Auflage von 3500 Exemplaren ein beachtliches Gesamthonorar von 6000 Gulden; zudem war der Autor am Absatz des 1600 bis 2700 Exemplars mit insgesamt 600 Gulden beteiligt. Die ungewöhnlichen Konditionen des jungen Verlegers verweisen nicht nur auf dessen stattliche Kapitalkraft; sie zeigen auch, dass sich die Literarische Anstalt - nicht so sehr wegen der Verlagsproduktion als vielmehr der politischen Sprengkraft des Verlagsprogramms - binnen kürzester Zeit zu den renommierten Verlagshäusern Deutschlands zählen konnte (Wurm, S. 15-45).

So verwundert es nicht, dass der Leipziger Verleger seinem erfolgreichen Konkurrenten in Frankfurt die Verlagsrechte am nicht dramatischen Werk neidete. Weber spekulierte auf einen besonderen Verlagserfolg, sollte er alleiniger Inhaber der Rechte an Gutzkows Gesamtwerk werden: "Bei dem großen Mangel an tüchtigen Originalschriftstellern muß, meiner Ansicht nach, es jedem Verleger Ehrensache sein, solche Autoren, mit denen ihn günstige Umstände zusammengeführt, seinem Verlage zu erhalten, und um so mehr, wenn er sieht, dass Mühe und Kosten sich endlich zu lohnen beginnen. Ich gestehe, daß ich, selbst mit bedeutendem Vortheil, nur ungern ein begonnenes Unternehmen aus den Händen gebe, und ebenso die Werke von Schriftstellern, mit denen ich in Verbindung stehe, nur ungern mir entgehen lasse, daher ich auch mit einem gewissen Neid Sie im Besitz der 'Gesammelten Werke' sehe" (Weber an Rütten am 6. Mai 1845, zit. n. Wurm, S. 41).

Auch Gutzkow selbst erkannte in der Zusammenführung seines Gesamtwerkes ein lukratives Absatzpotential und drängte seine beiden Verleger daher nachdrücklich zu einer Kooperation, ohne formale Hindernisse zu verkennen: Fortlaufende Bandnumerierung ist mir bei der Rütten’schen Ausgabe verboten, d.h. ich darf meine Dram. Werke nicht als Band 13 ankündigen, wohl aber des Ausdrucks Ergänzungen mich bedienen (Gutzkow an Weber, 17. März 1845). Gutzkow argumentierte bemerkenswert geschäftstüchtig, wenn er Weber die absatzstrategischen Vorteile einer gemeinsamen Bewerbung der Gesamtausgabe - hier hauptsächlich zu Lasten von Rütten - vor Augen führte: Ich denke, wir bleiben bei der Idee stehen; zweite Auflage | mit Patkul! | in Druck u Format, wie die ges. Werke. 1000 Exemplare Auflage. Preis 1 rx 20 gr. Cour. Rütten muss 1500 Exemplare absetzen. Er wird alles aufbieten: Annoncen, Prospekte, Rabatt, Freiexemplare usw. Auch hab’ ich Band I. durch 212 Epigramme so eingerichtet, daß es an Aufsehen nicht fehlen wird. Sie sehen nun ruhig zu, warten den Erfolg ab u treten im Sommer mit dem Ergänzungsbande auf, den Sie noch im Preise halten u den Sie nicht zu versenden, sondern nur zu offeriren brauchen. Jeder, der die Rütten’sche Ausgabe kauft, | kaufen muß z.B. Leihbibl. | nimmt die Dramen nicht | z.B. weil er sie schon hat | wenn also beim ersten Choc auch nur 4-5000 Exemplare bei Ihnen Ergänzungen verkauft werden, so ist das Geschäft gut u Sie haben vor allen Dingen das vergriffene Buch auf dem Lager (Gutzkow an Weber, 17. März 1845). Doch die Zusammenarbeit kam trotz Gutzkows massiven Drängens nicht zustande. Als dreizehnter Band der Gesammelten Werke erschien 1852 unter dem Gesamttitel Vergangene Tage u.a. eine überarbeitete Neuauflage des Romans Wally, die Zweiflerin. Der Band wurde in Preußen und Bayern sofort verboten und beschlagnahmt.

Das ambitionierte Verlagsprojekt scheiterte nicht zuletzt an der nur wenige Wochen später erfolgenden Trennung des Teilhabers Carl Berendt Lorck vom Verlagshaus J. J. Weber. Gutzkow entschied sich, seine Dramatischen Werke fortan von Lorck betreuen zu lassen. Mit dieser Entscheidung endete seine Geschäftsbeziehung zu J. J. Weber. Der Verlagswechsel scheint die Beziehung zu Weber offenbar nachhaltig beschädigt zu haben, denn als für Gutzkow wegen der Verlagsaufgabe Lorcks im Herbst 1849 ein neuerlicher Verlegerwechsel anstand, lehnte er eine Rückkehr zu Weber kategorisch ab: Zu Weber zurückzukehren, der mich u meine dramatischen Arbeiten schon in der illustrirten Zeitung hat lächerlich machen lassen, ist mir unter allen Umständen sehr unangenehm. Grade, dß er schon die andern Dramatiker Laube, Prutz, Benedix usw. im Verlag hat, ist fatal, denn man wird da nur in Bausch und Bogen behandelt u kann leicht in die Lage kommen, einmal einer dramatischen Bibliothek der Neuzeit als Lokomotive vorgespannt werden zu müssen, um Herrn Deinhardstein u solche Leute flott zu machen. Ich bitte Sie daher, wenn meine Dramen doch von Ihrem Verlag herausgegriffen werden sollen, jede nur mögliche Mühe daran zu verwenden, dß ich an Brockhaus, nicht an Weber falle (Gutzkow an Lorck am 10. Oktober 1849).

Bei Weber erschienene Werke Gutzkows

Karl Gutzkows dramatische Werke. Bd. 1. Richard Savage. Werner. Leipzig: Weber, 1842. (Rasch 1.1.1)

Karl Gutzkows dramatische Werke. Bd. 2. Patkul. Die Schule der Reichen. Leipzig: Weber, 1842. (Rasch 1.1.2)

Karl Gutzkows dramatische Werke. Bd. 3. Ein weißes Blatt. Zopf und Schwert. Leipzig: Weber, 1844. (Rasch 1.1.3)

Oeffentliches Leben in Deutschland. 1838-1842. Leipzig: Weber, 1842 (Vermischte Schriften. Bd. 1). (Rasch 2.23.1)

Vermittelungen. Kritiken und Charakteristiken. Leipzig: Weber, 1842 (Vermischte Schriften. Bd. 2). (Rasch 2.23.2)

Mosaik. Novellen und Skizzen. Leipzig: Weber, 1842 (Vermischte Schriften. Bd. 3). (Rasch 2.23.3)

Briefe

Biographien und Firmengeschichten

Einhundert Jahre Verlag J.J. Weber. 1834-1934. In: Illustrirte Zeitung. Leipzig. Bd. 183, 1934, S. 158-199.

Johann Goldfriedrich: Johann Jacob Weber. In: Sächsische Lebensbilder. Dresden. Bd. 1, 1930, S. 395-403.

Gustav Hermann: 100 Jahre J.J. Weber. Leipzig, 15. August 1934. In: Leipziger Beobachter. 11. Jg., 1934/1935, S. 286-287.

J. Loewenberg: J.J. Weber. Ein buchhändlerisches Culturbild. In: Die Gartenlaube. Leipzig. 1880, S. 460-463.

Carl Berendt Lorck: Johann Jacob Weber. In: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. Leipzig. Jg. 47, 1880, S. 1318-1320.

Carl Berendt Lorck: Johann Jakob Weber. In: Illustrirte Zeitung. Leipzig. Bd. 74, 1880, S. 246-247.

Gerhard Menz: Deutsche Buchhändler. Vierundzwanzig Lebensbilder führender Männer des Buchhandels. Leipzig: Lehmann, 1925, S. 93-100.

Franz Neubert: Johann Jakob Weber. Zum 100jährigen Bestehen seiner Firma. In: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. Leipzig. Jg. 101, 1934, S. 722-723.

Franz Neubert: Johann Jakob Weber und sein Verlag. In: Leipziger Jahrbuch 1940, S. 197-204.

Karl Friedrich Pfau: Johann Jacob Weber. In: Deutsche Buchhändler. 2. Johann Jacob Weber. In: Deutsche Buchhändler-Akademie. Bd. 1, 1884, S. 545-553.

Karl Friedrich Pfau: Johann Jacob Weber. In: Allgemeine deutsche Biographie. Bd. 41, 1896, S. 311-314.

Quellen

Nachlass

Forschungsliteratur (Auswahl)

Viola Düwert: Geschichte als Bildergeschichte? Napoleon und Friedrich der Große in der Buchillustration um 1840. Weimar: Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften, 1997.

Eva-Maria Hanebutt-Benz: Studien zum deutschen Holzstich im 19. Jahrhundert. Frankfurt/M.: Buchhändler-Vereinigung, 1983.

Rudolf Schmidt: Deutsche Buchhändler, deutsche Buchdrucker: Beiträge zu einer Firmengeschichte des deutschen Buchgewerbes. Bd. 6. Eberswalde: Schmidt, 1908, S. 1025-1028.

Elvira Siegert: Bald nannte man ihn "den illustrierten Weber". Ein Beitrag zum 100. Todesjahr des Leipziger Verlegers Johann Jakob Weber. In: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. Leipziger Ausgabe. Jg. 147, 1980, S. 986-992.

Joachim Wachtel (Hg.): Facsimile-Querschnitt durch die Leipziger Illustrirte Zeitung. München: Scherz, 1969.

Wolfgang Weber: Dr. Felix Weber, der Neuschöpfer der Firma J.J. Weber, 1845-1906: ein Lebensbild. Leipzig: J.J. Weber, 1939.

Wolfgang Weber: Johann Jakob Weber. Der Begründer der illustrierten Presse in Deutschland. Leipzig: Lehmstedt, 2003 (überarbeitete Fassung der Ausgabe von 1928).

Carsten Wurm: 150 Jahre Rütten & Loening. Mehr als eine Verlagsgeschichte, 1844-1994. Berlin: Rütten & Loening, 1994.

Zitat- und Belegstellen

  • Die Deutschen Uebersetzungsfabriken: DdtUebeWWW, S. 3, Zl. 33 - S. 4, Zl. 31.
  • Illustration und Volksverdummung: IllVdmWWW (gesamt).
  • [Anon.; Verf. unges.:]: J.J. Webers "Illustrirte Zeitung". In: Unterhaltungen am häuslichen Herd. 3.F. Bd. 1, Nr. 17, [25. April] 1861, S. 335. (Rasch *3.61.04.25.2)
  • [Anon.:] Kalender auf 1862. Rez. Von J.J. Webers "Illustrirter Kalender". - Thüringer Volkskalender. Hrsg. von Müller von der Werra. - Karl Steffens’ "Volkskalender für 1862". In: Unterhaltungen am häuslichen Herd. 3.F. Bd. 1, Nr. 52, (26. Dezember) 1861, S. 1036. (Rasch 3.61.12.26.1)


 

(Christine Haug, München)

Gutzkows Werke und Briefe. Kommentierte digitale Gesamtausgabe, herausgegeben vom Editionsprojekt Karl Gutzkow, 1999ff.
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Autor der Seite: Martina Lauster.
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